Lebensathlet 3.0

 In LEBENSATHLET

„Die Ohnmacht des Menschen in Mäßigung oder Hemmung der Affekte nenne ich Knechtschaft; denn der von seinen Affekten abhängige Mensch ist nicht Herr über sich selbst, sondern dem Schicksal untertan.“

Baruch Benedictus de Spinoza

Liebe Freunde des Lebensathleten,

mein letzter Beitrag zum Thema des „LEBENSATHLETEN“ liegt bereits viele Monate zurück. Natürlich bin ich ständig mit dem Thema konfrontiert: „Erfahrungen aus dem Sport in den täglichen Alltag zu nutzen und umzusetzen.“

Das letzte Jahr war eine Blaupause des Vorjahres. Eine Art Zwischenphase, bevor wir uns an neue Lebensgewohnheiten gewöhnt haben und neuen, fröhlichen und offeneren Zeiten entgegensehen.

Zeit, die sich bot, den „LEBENSATHLETEN“ zu überarbeiten und zu ergänzen. Einflüsse aus jahrelangen (eigenen und fremden) Erfahrungen, verschiedenen Philosophien, den Techniken des mentalen Trainings und natürlich der modernen (Sport-) Psychologie haben den „LEBENSATHLETEN“ umfassender gemacht – ein „LEBENSATHLET 3.0“ könnte man sagen.

Sofern es die pandemische Situation zulässt, werden wir in diesem Jahr wieder entsprechende Vorträge sowie ein umfassendes Seminar anbieten.

Doch bis dahin sollt Ihr zumindest zu einem kleinen Teil schon teilhaben, an der Entstehung: Wie? Ganz einfach!

Bunt gemischt und in ungeordneter Form, präsentiere ich Euch Zitate, großer und manchmal auch ungekannter Persönlichkeiten, die mich beim „LEBENSATHLETEN“ inspiriert haben und die sich im Bewusstsein verankert haben.

Betrachtet sie als Gedankenstöße. Nehmt Euch die Zeit, darüber – kritisch und reflektierend – nachzudenken. Seid gerne anderer Meinung! Es lohnt sich immer!

(aktuellste immer oben)

01.07.2022 Baruch Benedictus de Spinoza, war niederländischer Philosoph im 17ten Jahrhundert. Sein Lebenswerk liegt in der Begründung der modernen Bibel- und Religionskritik.
Sein Zitat erinnert mich, auch in der aktuellen gesellschaftlichen Situation, sehr an die Grundsätze des Stoizismus.

„Die Ohnmacht des Menschen in Mäßigung oder Hemmung der Affekte nenne ich Knechtschaft; denn der von seinen Affekten abhängige Mensch ist nicht Herr über sich selbst, sondern dem Schicksal untertan.“

Baruch Benedictus de Spinoza

13.05.2022 Georges I. Gurdjieff war Schriftsteller, Choreograph und Komponist, der aus Russland stammend später in Frankreich lebte. Bekannt wurde er als Lehrer des sog. „Vierten Weges“ und Begründer einer weltweiten und verzweigten Anhängerschaft.
Sein Zitat beschreibt, dass uns weder die Angst vor Veränderung, oder das Festhalten an alten Gewohnheiten uns leiten sollen. Gegen Veränderungen können wir uns nicht stemmen, sie gehören zum Leben.

Es ist ein großer Fehler zu denken, dass ein Mensch immer gleich ist. Ein Mensch ist nie lange derselbe. Er verändert sich ständig. Nicht einmal für eine halbe Stunde bleibt er derselbe.“

G. I. Gurdjieff

08.04.2022 Mooji, eigentlich Anthony Paul Moo-Young, ist ein ursprünglich aus Jamaika stammender spiritueller Lehrer. Vor seiner spirituellen Reise war er in London als Straßenportraitkünstler und Kunstlehrer am Brixton College tätig. 
Sein Zitat passt aus meiner Sicht gut zu einem Gedanken der Stoa – „es sind nicht die Dinge, die uns Angst machen, sondern unsere Sicht darüber“ .

„Du siehst die Welt nicht so wie sie ist, du siehst die Welt so wie du bist.“

Mooji

11.03.2022 Marc Aurel war einer der bedeutendsten Römischen Kaiser. Er herrschte 161 bis 180 nChr. . Als praktizierender Stoiker blieb er der Nachwelt besonders bekannt durch die Niederschriften seiner „Selbstbetrachtungen“ – eine Art Tagebuch, das auch heute noch als Standardwerk der stoischen Philosophie gilt.
Das angeführte Zitat erinnert mich stets an Genügsamkeit und Mäßigung in allen unserer so alltäglichen Erwartungen an das Leben und die Menschen.

Denke lieber an das, was du hast, als an das, was dir fehlt! Suche von den Dingen, die du hast, die besten aus und bedenke dann, wie eifrig du nach ihnen gesucht haben würdest, wenn du sie nicht hättest.

Marc Aurel

11.02.2022 Einstein war nicht nur ein genialer Physiker. Für seine, über die Naturwissenschaften hinaus gehenden Weisheiten, war er ebenfalls berühmt. Die folgenden Worte erinnern mich stets daran, alte (Denk- und Handlungs-) Muster zu überdenken.

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

Albert Einstein

23.01.2022 Mein erstes Zitat entstammt einem meiner Lieblingsphilosophen Epiktet. 

Epiktet war einer der wichtigsten Vertreter der Philosophie des Stoizismus. Einst war er Sklave, dem später die Freiheit geschenkt wurde. Er lebte vor knapp 2000 Jahren und sein Lebenswerk ist damals wie heute gut nachvollziehbar, zeitgemäß und würdevoll. Sein bekanntestes Werk ist das „Handbüchlein der Moral“.

„Verlange nicht, dass das, was geschieht, so geschieht, wie du es wünscht, sondern wünsche, dass es so geschieht, wie es geschieht, und dein Leben wir heiter dahinströmen.“

aus Epiktet, Handbüchlein der Moral, Vers 8
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